Basenfasten

eine Woche Entgiftungskur – meine Erfahrungen, Fooddiary

 

Abendessen Basenfasten

Basenfasten – ein ausführlicher Erfahrungsbericht

Wie kam ich eigentlich zum Thema Basenfasten, was ist das eigentlich und was kann man dann noch essen? Wie erging es mir während des Basenfastens und welches Fazit ziehe ich. All diese Fragen werde ich euch in diesem Erfahrungsbericht beantworten.

Bestimmt habt ihr auch schon mal von basenbildenden Lebensmitteln gehört oder vom Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper. Diese Ernährungsform soll grundsätzlich gut für den Körper sein.  Die Übersäuerung des Körpers wird beispielsweise mit schlechter Haut oder einem schwachen Bindegewebe in Verbindung gebracht. Aber auch chronische Krankheiten wie Rheuma hängen wohl damit zsuammen. Saure Lebensmittel sind allerdings nicht solche, die sauer schmecken, wie beispielsweise Zitronen, sondern solche, die im Körper sauer reagieren. Als Laie kann man sich dementsprechend nicht einfach herleiten, welche Lebensmittel „schlecht“ und welche gut sind. In entsprechenden Büchern und im Internet kann man in Listen ganz einfach nachschauen, in welche Kategorie die Lebensmittel fallen. Grob gesagt, sind weniger gut: Getreideprodukte, tierische Produkte, Zucker, Koffein und gesättigte Fette. Das ist zwar nicht alles, aber das sind die Hauptübeltäter. Möchte man sich basenüberschüssig ernähren, heißt das nicht, dass man auf die genannten Produkte gänzlich verzichten muss, sondern nur, dass diese in einem gesunden Verhältnis zu Basenbildnern stehen sollten.

Ich hatte bereits vor ca. 10 Jahren das erste Mal Kontakt damit, als die gesamte Familie einer Freundin auf basenüberschüssige Ernährung umgestellt hat und gerade die Eltern dadurch sehr abgenommen und sich deutlich besser gefühlt haben. Damals habe ich das Buch Die pH-Formel gelesen, fand das sehr interessant, habe aber nichts daraus auf meinen Lebenswandel übertragen. Nun kam ich wieder mit dem Thema in Berührung als meine Mutter mir von einem 7-tägigen Basenfasten- bzw. Entgiftungs-Programm erzählt hat.

Vorab möchte ich sagen, dass ich nicht tagelang recherchiert, sondern nur einige Artikel und einzelne Seiten in Büchern zu dem Thema gelesen und dann direkt losgelegt habe. Ich bin kein Profi auf dem Gebiet, also teilt gerne euer Wissen und eure Erfahrungen mit mir!

Ihr wollt gar keine Einzelheiten zu jedem Tag hören? Dann springt einfach zum Ende des Artikels. Dort gibt es eine Zusammenfassung mit Fazit. Ihr erfahrt, was ich aus der Entgiftungskur mitgenommen habe und was ich euch raten kann sowie, wie ich mich nach der Woche belohnt habe 😉

 

… nun starten wir mal mit den grundlegenden Dingen.

Warum Basenfasten? – Der Sinn und Zweck von Basenfasten bzw. einer Entgiftungskur

Ich weiß, dass ich trotz veganer Ernährung normalerweise viele säurebildende Lebensmittel konsumiere, v.a. Getreide und Pseudogetreide (Quinoa, etc.) sowie Hülsenfrüchte. Insofern hat es mich ganz einfach interessiert, wie ich mich fühle, wenn ich mal eine Woche relativ streng nur basendbildende Lebensmittel zu mir nehmen. Zum anderen hatte ich zuletzt häufiger mal Bauchschmerzen nach dem Essen oder morgens schon beim Aufwachen, so wie ich das hatte, bevor meine Laktoseintolleranz festgestellt wurde. Hoffentlich habe ich keine weitere Lebensmittel-Intolleranz entwickelt! Statt zum Arzt zu gehen oder Medikamente einzunehmen, kam der Impuls von meiner Mutter gerade recht.

Kurzerhand habe ich also beschlossen, mich an einer Woche Basenfasten zu versuchen. Natürlich stand für mich fest, dass ich das Ganze dokumentiere. Hier gibt es für euch also mein kleines Ernährungstagebuch.

 

Basenfasten Anleitung – Was habe ich beachtet?

Nur basenbildende Lebensmittel essen/trinken.
Bei Recherchen habe ich festgestellt, dass sich die Listen „erlaubter“ Lebensmittel in Details etwas unterscheiden (sind Spargel und Walnüsse nun erlaubt oder nicht?). Ich habe mich hauptsächlich an diese Liste gehalten und im Prinzip nur Obst, Gemüse, Salat, Nüsse und (wenig) Öle und keine verarbeiteten Lebensmittel gegessen.
Zu trinken gab es hauptsächlich Wasser, ab und zu mal einen Kräutertee.

Wenig Salz verwenden.
Ich habe immer wieder gelesen, dass man während der Fastenzeit möglichst wenig Salz verwenden soll. Nachdem ohnehin bekannt ist, dass zu viel Salz nicht gesund ist und ich weiß, dass ich relativ viel Salz verwende, habe ich das Ganze etwas zurück geschraubt.

Viel trinken.
Eigentlich völlig klar und immer ein gutes Vorhaben, dennoch habe ich mir speziell während der Woche vorgenommen, auf das Trinken zu achten.

Nicht über den Appetit essen, aber auch nicht hungern.
Sollte auch völlig klar sein. Dennoch: Ich neige dazu, wenn es sehr gut schmeckt, doch mal ein bisschen mehr zu essen, als ich bräuchte. Darauf wollte ich etwas bewusster achten.
Nicht hungern: Da ich schon die Auswahl an Kochoptionen als gering empfunden habe, war es mir wichtig, anders als in manchen Büchern/Artikeln zu dem Thema nicht noch auf Menge zu verzichten. Da ich Abnehmen nicht im Sinn hatte, habe ich immer meine normalen Portionen gegessen und wenn ich zweimal am Tag Lust auf warm hatte, dann eben auch das durchgezogen.

 

Vorbereitung (Samstag)
  • Morgens: normal gegessen (Crepe Suzette, Kaffee)
  • Mittags: normal gegessen (Suppe, Buddha Bowl, Kuchen, Kaffee)
  • Glaubersalz
  • Abends: Banane, einige Paranüsse

Ja, ich wollte an diesem Tag nochmal richtig lecker essen, zumindest morgens und mittags. So habe ich mich zum späten Frühstück – wie das an einem Samstagmorgen nun mal sein sollte – zum ersten Mal an Crepe Suzette probiert. Ist wirklich lecker geworden, aber ein bisschen Aufwand steckt schon dahinter. Dazu gab es den allmorgendlichen Kaffee.

Mittags haben wir ein neues Restaurant bzw. eine Yogakantine ausprobiert: Rebella Bex. Kein rein-basisches Essen, aber sehr lecker und empfehlenswert. Dazu gibt es natürlich einen Blogeintrag: Rebella Bex – Energy Food and Move

Am späten Nachmittag stand dann noch der Einkauf an: Vorbereitung aufs Basenfasten. Und dann kam das Glaubersatz, weniger ekelig als gedacht und doch sehr wirksam (nach 2 h).

Abends hatte ich nicht wirklich Hunger und hab nur ein Banänchen und ein paar Nüsse gesnackt.

Übrigens: Meine Einkäufe bestanden hauptsächlich aus Gemüse, Obst und Salat, wie sonst eben auch. Extra eingekauft habe ich eigentlich nur die Chuflis/Erdmandeln. Solche hatte ich irgendwann schon mal, aber eben nicht mehr zuhause.

 

 
Tag 1 (Sonntag)
  • Morgens: Erdmandel-Müsli
  • Mittags: Kartoffeln mit Rosmarin und Leinöl, Brokkoli mit Muskat, einige Pinienkerne
  • Abends: Bratkartoffeln in wenig Olivenöl gebraten, Gewürze, Fenchel aus dem Ofen, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Petersilie, Fenchelgrün; Nachtisch: einige Datteln
  • Zwischendurch: 2 Birnen, einige Paranüsse

Morgens mega motiviert in den Tag gestartet mit Chufli-Müsli, so nennen die das zumindest im Basenfasten-Buch, das sich meine Mama kürzlich zugelegt hat. Mit Müsli hat das für mich wenig zu tun, da nur 3 EL Müsli-ähnliche Zutat rein kommt (als Porridge-Fan bestehen meine Müslis normal zum Großteil aus Haferflocken, Leinsamen & Co.). Aber wir wollen dem Ganzen ja mal eine Chance geben. Fazit: Schmeckt wirklich lecker, gar nicht süßungsbedürftig, hat fast bis zum Mittagessen satt gehalten.

Mittags wollte ich gerne etwas Warmes (nachdem morgens schon der warme Porridge gefehlt hat) und habe mich für was total einfaches entschieden: Kartoffeln mit Gemüse. Kann man essen (ich mag Kartoffeln sowieso sehr gerne), normalerweise mache ich viel Salz und Alsan ran. Ich habe mich mit Salz sehr zurück gehalten und nur etwas Leinöl verwendet.

Joggen gewesen – ein starker Wunsch nach Brot kommt auf…. (Wie die Vorstellung von Brot auf einmal so eine tolle sein kann…)

Nachdem mich der Verzicht auf Brot schon viel gekostet hat, gibt es nun keinen Salat, sondern nochmals warm – irgendwie muss man sich ja belohnen! Fenchel mag ich eigentlich nicht so gern, aber ich gebe Essen gerne mehrere Chancen. Fenchel war gar nicht so schlecht, schön knackig und die Bratkartoffeln waren schön scharf!

 

basisches Essen: Müsli mit Erdmandeln, mein Standardfrühstück beim Basenfasten bzw. in der Entgiftungskur
basisches Essen: Kartoffeln mit Fenchel, Abendessen während dem Basenfasten bzw. in der Entgiftungskur

basisches Essen: Kartoffeln mit Brokkoli, typisches Abendessen beim Basenfasten

 

So geht das Erdmandel-Müsli – basisches Rezept
  1. Eine Banane zerdrücken, einen Apfel reiben und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
  2. 2-3 EL gemahlene Erdmandeln (Chuflis), z. B. von Rapunzel, sowie 1 EL geschrotete Leinsamen mit ca. 50 ml heißem Wasser (oder bis sie bedeckt sind) übergießen und kurz quellen lassen.
  3. Apfel und Banane untermischen, nach Geschmack Nüsse, Trockenobst und Zimt dazu geben.

 

Tag 2 (Montag)
  • Morgens: Erdmandel-Müsli
  • Mittags: großer Salat (Feldsalat, Rucola, Tomaten, Radieschen, Rosinen, Orange, Dressing aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Petersilie, zerstoßener Sesam)
  • Abends: Reste von gestern (Kartoffeln und Brokkoli in der Pfanne erwärmt) + Grünkohl, Zwiebel mit Kartoffeln
  • Zwischendurch: Einige Trockenpflaumen, einige Walnüsse, eine Birne

 

Weil das Müsli echt lecker war und einfach geht, gab es das prompt nochmals.

Für die Arbeit hatte ich mir am Vorabend einen Salat zusammengerichtet. Richtig viel! Weil wenn schon Salat, dann wenigstens richtig satt werden. Hat gut geklappt. Das Dressing war sehr lecker, die Inspiration dafür kam auch aus dem Buch meiner Mutter.

In der Mittagspause Nachschub an Trockenobst und Mandelmilch gekauft. Mandelmilch wollte ich nur für den „Notfall“ da haben (Mandeln sind laut meiner Quellen anders als Soja, Reis oder Hafer basenbildend. Daher wäre die Mandelmilch beim Thema Basenfasten noch die beste. Aber da ich eigentlich nichts Verarbeitetes essen möchte, versuche ich, zu verzichten).

In der Arbeit gab es zwischendrin wieder etwas Trockenobst und Nüsse. Da ich erst um 20.40 mit dem Abendessen-Kochen beginnen konnte, gab es gegen 18.30 eine Birne. Zuhause angekommen konnte ich außerdem nicht lange warten und hab mir schnell die Reste von gestrigen Mittagessen in die Pfanne geworfen, während das eigentliche Essen fertig wurde. Beides lecker! Auf die Idee mit Grünkohl kam ich tatsächlich, um die Soßenproblematik zu umgehen.

 

basisches Essen: großer Salat, während dem Basenfasten bzw. der Entgiftungskur gegessen

 
Tag 3 (Dienstag)
  • Morgens: Erdmandel-Müsli
  • Mittags: großer Salat aus Feldsalat, Rucola, Tomaten, Radieschen, Rosinen, Apfel, Dressing aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Petersilie, zerstoßener Sesam
  • Abends: Bratkartoffeln mit Pilzen und Zwiebel, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Paprika, Cayennepfeffer angebraten in wenig Olivenöl; dazu ein Salat aus 1 Apfel und einer rohen Rote Beete mit dem Saft 1/2 Zitrone, 1 EL Leinöl, Salz, Pfeffer, Sesam, frische Petersilie
  • Zwischendurch: Einige getrocknete Datteln, einige Nüsse, zwei Karotten

Weil es an den Tagen davor schon so lecker war, einfach und schnell geht, gab es erneut Chufli-Musli.

Auch mittags habe ich mich gegen Variation entschieden, da mir der Salat am Vortag wirklich sehr gut geschmeckt hat.

Aber abends hat mich die Kreativität doch noch gepackt und ein habe ein kleines Dinner gezaubert: Eine Bratkartoffel-Champignon-Pfanne dazu ein Rote-Beete-Apfelsalat. Beides sehr lecker!

 

basisches Essen: Kartoffeln mit Pilzen und Apfel-Rote-Beete-Salat, Basenfasten

 

Zwischenfazit zum Basenfasten

Ich fühle mich gut, aber nicht anders als sonst. Einzige Downside: Ich habe gegen abends leichte Kopfschmerzen bekommen. Nach einer kurzen Recherche habe ich herausgefunden, dass das auf die geringe Aufnahme von Kohlenhydraten zurückzuführen sein kann. Das Gehirn mag Kohlenhydrate gerne und im Vergleich zu meiner sonstigen Ernährung hört sich die Erklärung plausibel an. Ich esse normalerweise bei jeder Mahlzeit relativ viele Kohlenhydrate: Morgens Müsli, häufig mit Banane, Mittags was mit Nudeln, Reis oder Ähnlichem oder, falls ich einen Salat esse, gibt es meist Quinoa, Couscous oder so dazu, und abends dann auch gerne nochmals was mit Kartoffeln, Nudeln oder einer anderen Sättigungsbeilage. Was nehme ich also mit: An Bananen und Kartoffeln nicht sparen!

Kopfschmerzen können übrigens auch ein Symptom des Koffeinentzugs sein. Je nachdem, wie viel Kaffee, Schwarz- oder Grüntee ihr täglich trinkt, soll eine langsame Reduktion der Menge vor Beginn des Basenfastens sinnvoll sein.

 

Ich stelle fest

  • dass ich doch nicht so viel Variation im Essen brauche, wie ich immer dachte.
  • Ich mag Kartoffeln echt super gern!
  • Brot und Nudeln sind schon leckere Lebensmittel!

 

Tag 4 (Mittwoch)
  • Morgens: Erdmandel-Müsli
  • Mittags: Reste vom Vortag (Bratkartoffeln mit Pilzen und Zwiebeln, Apfel-Rote-Beete-Salat)
  • Abends: Zucchininudeln mit Mandel-Sesam-Petersilien-Soße dazu Pilz-Tomaten-Gemüse
  • Zwischendurch: 3 Bananen

Das Müsli schmeckt immer noch sehr gut und mir fehlt morgens nichts außer manchmal der Kaffee. Ist aber auszuhalten.

Bratkartoffeln schmecken am Tag danach irgendwie nie so super, aber was solls, ist schon in Ordnung.

Am Abend hatte ich ziemlich Lust auf Pasta, also habe ich kurzerhand Zucchininudeln oder Zoodles gemacht. Die Soße habe ich im Groben nach einem Rezept, das ich über Pinterest gefunden habe, zubereitet. Sehr lecker, aber mein Spiralschneider ist einfach für die Füße (von Tchibo), der muss weg!

Der ursprüngliche Plan war ja, 7 Tage durchzuhalten, aber ich habe nun beschlossen, dass ich nur bis Freitag, also 6 Tage mache, da am Wochenende wieder Zeit zum ausführlichen Kochen ist und ich das nutzen möchte. Zum Frühstück stelle ich mir schon heute ein richtig frisches Bäckerbrot und Laugengebäck mit Hummus und Guacamole (ginge ohne Knoblauch auch in der Basenwoche) vor. Das ist also gesetzt!

 

basisches Essen: Zoodles oder Zucchinimudeln mit Mandelsoße, Basenfasten

 

Tag 5 (Donnerstag)
  • Morgens: Erdmandel-Müsli
  • Mittags: großer Salat (Feldsalat, Rucola, Tomaten, Radieschen, Rosinen, Apfel, Dressing aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Petersilie, zerstoßener Sesam)
  • Abends: Bratkartoffeln, Grünkohl mit Zwiebeln und Kohlrabi
  • Zwischendurch: einige Nüsse

Ja, ihr merkt, die Gerichte wiederholen sich. Ich habe aber 1. eben festgestellt, dass ich das nicht so schlimm finde und 2. habe ich in dieser Woche ganz regulär gearbeitet, sodass nicht ganz so viel Zeit für mega viel Kreativität war und 3. habe ich mich sowieso schon aufs Wochenende mit der vollen Essensvielfalt gefreut.

 

basisches Essen: Müsli mit Erdmandeln, Basenfasten
basisches Essen: Kartoffeln mit Kohlrabi und Grünkohl, Basenfasten
 

Tag 6 (Freitag)
  • Morgens: Erdmandel-Müsli
  • Mittags: Zucchininudeln mit Mandel-Sesam-Petersilien-Soße
  • Abends: Gemüsesuppe mit Kartoffeln, Pastinake, Karotte, Kohlrabi, Staudensellerie, Petersilie
  • Zwischendurch: eine Banane

Die Vorfreude aufs Wochenende ist immens! Noch ein Tag und ich habe es durch. Mir geht es zwar gut, aber Essen ist mir doch zu wichtig, um so streng auf einige meiner Lieblingslebensmittel zu verzichten.

Die Zucchininudeln waren nochmal ganz lecker, die Gemüsesuppe war schon sehr gemüsig und nicht unbedingt mein Highlight zum Abschluss. Haha….

 

basisches Essen: Müsli mit Erdmandeln, Basenfasten
basisches Essen: Gemüsesuppe, Basenfasten
 

Mein Fazit zum Basenfasten

Was das Essen angeht, war es okay für mich, 6 Tage rein basisch zu essen, aber es hat auch nicht unbedingt Spaß gemacht. Ich war (trotz Essen) nie hungrig und habe mich (bis auf das eine Mal Kopfschmerzen) gut gefühlt. Bauchschmerzen hatte ich in der Woche nicht. Mein generelles Körpergefühl ist nicht anders als vorher, aber ich bin mir auch nicht sicher, ob man den entgifteten Körperzustand aktiv empfindet.

Meine Mutter (Omnivor) hat die Woche inzwischen auch hinter sich und sagte mir, dass sie von der Basenkost nicht satt geworden ist und dauerhaft hungrig war. Ich bin sehr froh, dass das bei mir nicht der Fall war. Für einen Veganer ist die Umstellung sicherlich weniger groß, da ja alles Tierische ohnehin kein Teil der Ernährung ist. Wobei es sicherlich auch enige Veganer gibt, die deutlich mehr Süßkram und Fastfood essen als ich.

Basenfasten kann auch zum Abnehmen dienen. Diesen Zweck habe ich nicht verfolgt und daher auch nich weniger gegessen als sonst. Da ich keine Waage besitze, kann ich nicht sagen, ob ich dennoch Gewicht verloren habe (meine Mama hat 1 kg in 6 Tagen verloren).

Für den Geldbeutel hat das Basenfasten für mich übrigens keinen Unterschied gemacht. Wie eingangs beschrieben, haben sich meine Einkäufe wenig von meinen sonstigen Unterschieden.

Am Samstag gab es für mich das geplante Frühstück. Das hat mein Körper sehr gut vertragen. Ich muss dazu gestehen, ich habe mich nicht informiert, ob es ratsam ist, die Kost hart umzustellen. Ich habe es einfach gemacht.

Tatsächlich hatte ich den restlichen Tag über sehr wenig Hunger. Was entweder daran gelegen hat, dass das Frühstück sehr üppig war – das wäre für meinen Körper eigentlich untypisch – oder daran, dass die Kohlenhydrate nach der Woche kohlenhydratarmer Kost lange Energie gegeben haben. Es gab dann am frühen Nachmittag einen Bananenshake (Banane, Reismilch, Haferkleie) und Abends eine kleine Portion Chili sin Carne und ein Brot mit Guacamole.

Nun ist eine Woche seit Ende des Basenfastens vergangen, ich hatte keine Bauchschmerzen mehr, auch nicht beim Aufwachen. Das ist super positiv. Der Arztbesuch ist also erst einmal abgewendet!

 

Wie werde ich nun weiter verfahren/was nehme ich mit?

Ich werde mich nun weiterhin wie bisher ernähren, da ich essen einfach liebe und meine Ernährung für relativ gesund halte. Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, etwas mehr basische Kost einzubauen. Sprich: z. B. zu einer Pizza häufiger einen großen Salat zu essen.

Außerdem wurde mir nochmals vor Augen geführt, wie lecker Kartoffeln eigentlich sind, dass man gar nicht so viel Salz braucht, damit etwas schmeckt und dass nicht jedes Essen eine Soße braucht.

 

Was rate ich euch?

Ich kann euch weder wirklich zum Basenfasten raten, noch davon abraten. Wenn ihr irendwelche Beschwerden habt, deren Ursache ihr in der Ernährung seht, oder einfach gerne Dinge ausprobiert, warum nicht!

 

Und ihr?

Mich würde natürlich brennend interessieren, wie ihr zu basenbildenden Lebensmitteln steht? Achtet ihr darauf, viele Basenbildner zu euch zu nehmen? Habt ihr schon mal eine Entgiftung bzw. Basenfasten durchgeführt? Wie habt ihr euch gefühlt/habt ihr euch entgiftet gefühlt?

Ich freue mich über Kommentare! Lasst mich auch gerne wissen, wenn ihr irgendwelche Fragen habt oder mehr über das Essen in der Wochen wissen möchtet und vielleicht an basischen Rezepten interessiert seid.

 

Zum Abschluss…

… noch zwei Bilder vom Basenfasten-Ende-Fest mit Brot, Brötchen, Kaffee, Saft und allem, was gut schmeckt! Mann, war das gut!

Btw.: normalerweise mache ich Hummus natürlich selbst, aber ausnahmsweise gab es mal gekauften.

 

veganes Frühstück mit Brötchen, Hummus und Guacamole
veganes Frühstück mit Brötchen und Guacamole

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