Unterwegs vegan essen in Island

unterwegs vegan Essen in Island Landschaft

Unterwegs vegan essen in Island

oder Fooddiary Island

Island ist bekannt für seine beeindruckende Landschaft, für Vulkane, eine geringe Kriminalitätsrate und seine Vorreiterrolle in Sachen Gleichberechtigung. Auf der anderen Seite bringt man Island nicht gerade mit einer Vielfalt an Gemüse in Verbindung. Im Gegenteil: Essen und gerade Gemüse sind sehr teuer. Wie ergeht es einem dort also als Veganer?

Nach meiner Reise nach Island möchte ich meine Erfahrungen in Restaurants und im Supermarkt mit euch teilen. Wir waren nicht häufig essen, da wir viel Wandern waren und in unseren Unterkünften dem Geldbeutel zuliebe immer eine Küche hatten, sodass wir uns Kleinigkeiten selbst zubereitet haben.

Dennoch habe ich den einen oder anderen Tipp für euch. Zum Abschluss gibt es eine kleine Übersicht veganer Restaurants sowie meine Highlights und Tipps zum Urlaub in Island im Allgemeinen.

Diese Art Beitrag habe ich bereits über meine letzten Reisen nach Rom, London und Andalusien (Spanien) geschrieben. Wenn bei euch also ein Trip zu einem der Ziele ansteht, freue ich mich,  meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Vielleicht sind ja ein paar hilfreiche Hinweise dabei.

Übrigens: Wenn ich im Blogeintrag von „wir“ rede, dann ist damit mein Freund und ich gemeint.

 

Vegan essen in Island

unterwegs vegan Essen in Island Landschaft

Auswärts essen waren wir nur in Reykjavik, die Hinweise zu den Supermärkten beziehen sich aber auf Island im Allgemeinen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass wir nur im Süden und Westen des Landes unterwegs waren.

 

 vegane Burger im Bike Cave

… essen zwischen Bikern und Hipstern.

Klar, die Bewertungen vom Bike Cave im Internet sind ziemlich gut, sonst wären wir gar nicht auf die Idee gekommen, einen Abstecher dorthin zu machen. Aber das Essen und vor allem das Ambiente haben unsere Erwartungen dennoch übertroffen.

Zunächst mal zum Essen. Der Bike Cave ist ein omnivores Burger-Restaurant. Aber wie cool ist es eigentlich, dass auf der Karte steht „We can make vegan food at any times – just let us know what you want „?

Auch ohne Sonderwünsche wird der Veganer im Bike Cave gut satt. Es gibt drei vegane Burger, mehrere Pommes-Sorten sowie verschiedene Soßen. Wie haben uns für den „Luxus-Burger“ entschieden, der mit saftigem Seitan-Pattie und veganem Käse daher kommt. Dazu gab es Criss-Cross-Pommes und isländisches Bier. Alles super lecker!

Für den Burger lässt man umgerechnet 12,50 Euro, was für Island relativ günstig ist. Auch wir, die wir Münchner Preise gewohnt sind, können da wenig meckern. Das Bier für umgerechnet 9 Euro liegt für Island völlig im Standard – tiefergehend sollte man sich mit den Alkoholpreisen einfach nicht befassen. Entweder man verzichtet auf Alkohol in Island oder zahlt, was es eben kostet, und denkt nicht weiter drüber nach. So zumindest meine Empfehlung 😉

In Summe haben wir für zwei Burger, einmal Pommes und 4 Bier ca. 65 Euro bezahlt.

 

vegan essen in Island, hier veganer Burger im Imbiss Bike Cake

vegan essen in Island, hier vegane Criss Cross Fries im Imbiss Bike Cake

 

Aber nicht nur das Essen war toll. Das Personal ist sehr freundlich und aufgeschlossen und der Bike Cave hält einige Überraschungen bereit. Zwischen den Motorrädern treffen eingefleischte Biker auf Mandala-malende Hipser. Die Wände geben lustige Weißheiten von sich und ein Jüngling tupft auf der Gitarre, beim Besuch der Toilette wird man von einer ganzen Wand aus Sukkulenten begrüßt.

Einziges Manko am Bike Cave ist die Lage etwas außerhalb des Zentrums. Ich kann nicht empfehlen, den Weg zu Fuß anzutreten. Von der

Wirklich einen Besuch wert!

 

vegan essen in Island, hier der Imbiss Bike Cake
vegan essen in Island, hier der Imbiss Bike Cake

vegan essen in Island, hier im Imbiss Bike Cake

 

vegan essen in Island, hier der Imbiss Bike Cake von außen
vegan essen in Island, hier der Imbiss Bike Cake von Innen

vegan essen in Island, hier der Imbiss Bike Cake von Innen, Biker

 

Was hab ich gegessen? vegan luxury Burger mit Seitan-Pattie und veganem Käse, Criss Cross Fries
Wo?
Einarsnesi 36, 101 Reykjavík
Was gibt’s zu essen? Burger – omnivor, vegane Optionen
Was sagt der Geldbeutel? €€€
Öffnungszeiten? Mo – So: 09.00 – 23.00
Empfehlung?

http://www.bikecave.is/en

 

Lunch und Kaffee in der Bäckerei Sandhold

… wenn der Hunger beim Schlendern auf der Einkaufsstraße einsetzt.

Neben den typischen Backwaren zum Mitnehmen gibt es in der zentral gelegenen Bäckerei Sandhold auch einen gemütlichen Sitzbereich, in dem kleine Speisen serviert werden. Eine Kennzeichnung als vegan ist nicht vorhanden, man kann Kaffee-Getränke aber mit Sojamilch bestellen und unter den Salaten und Sandwich finden sich einzelne Kandidaten, die sich auf Nachfrage als vegan herausstellen.

Leider kann ich nicht sagen, ob es sich um eine wechselnde Karte handelt, sprich, ob es immer etwas Veganes zu essen gibt.  Aber auf einen Cappucino kann man auf jeden Fall vorbei schauen.

 

vegan essen in Island, hier veganes Sandwich in der Bäckerei Sandholt

 

Die Bäckerei Sandhold schneidet im Vergleich zum Bike Cave leider nicht so gut ab. Der Kaffee und die Sandwiches waren nichts Besonderes. Für einen Americano, einen Cappucino sowie zwei Sandwiches (1x Hummus, 1x Tomate-Mozzarella) haben wir umgerechnet ca. 36 Euro bezahlt. Für isländische Verhältnisse vermutlich relativ normal. Müsste ich mich nochmals entscheiden, würde ich es aber bei einem Käffchen belassen, in weil es schlecht war, sondern weil es echt nur eine Kleinigkeit war.

 

Was hab ich gegessen? Sandwich mit Hummus und Salat, Sojacappucino
Wo?
Laugavegur 36, 101 Reykjavík
Was gibt’s zu essen? Gebäck, Salate, Sandwiches – omnivor, vegane Optionen
Was sagt der Geldbeutel? €€€
Öffnungszeiten? Mo – So: 07.00 – 21.00
Empfehlung? kein Muss

https://www.sandholt.is/

 

vegane Kleinigkeiten und Essen to go aus dem Supermarkt

… wenn’s nur was auf die Hand sein soll oder ihr zuhause kochen wollt.

 

Direkt am Flughafen ist mir in den Regelen mit abgepacktem Essen aufgefallen, dass einige Vegan-Kennzeichnungen zu sehen sind. Man muss also nicht hungern. Die Artikel sind teuer, allerdings nicht teurer als nicht-vegane.

vegan essen in Island, hier veganer Salat am Flughafen
vegan essen in Island, hier Avokado-Sandwich am Flughafen

In sämtlichen Supermärkten gibt es eine reiche Auswahl an veganen Spezial-Produkten wie Pflanzenmilch und Tofu und solchen, die Veganer häufig verwenden wie Nussmuse, Öl und Pseudogetreide. Viele dieser Produkte sind sogar von deutschen Marken. Diverse Sorten veganer Käse sind für umgerechnet 3 Euro recht günstig, für Seitanprodukte von Veggyness muss man mit ca. 9 Euro ganz schön tief in die Tasche greifen.

Dass diese Ersatzprodukte in der Regel nicht den Hauptbestandteil veganer Ernährung darstellen, ist natürlich klar. Ich habe jedoch darauf verzichtet, Nudeln und Co. sowie Gemüse zu fotografieren. Lebensmittel wie Reis, Pasta und Haferflocken sind erschwinglich, Gemüse und Obst sind dagegen eher teuer. Allerdings macht es einen großen Unterschied für welche Einkaufsmöglichkeit man sich entscheidet. Die Ketten Víðir und Nóatún sind deutlich teurer als Bonus, der Aldi unter den isländischen Supermärkten.

Ich habe, wie gesagt, in allen Supermarktketten vegane Produkte gesehen. Meine Fotos sind alle aus dem Supermarkt Nettó in der Austurvegur 42 in 800 Selfoss. Dort gab es eine besonders große Auswahl.

vegan essen in Island, hier Veganes im Supermarkt, Pflanzenmilch
vegan essen in Island, hier Veganes im Supermarkt, Biolebensmittel, Öle, Müsli
vegan essen in Island, hier Veganes im Supermarkt, Biolebensmittel-Regal
vegan essen in Island, hier Veganes im Supermarkt, vegane Fertiggerichte
vegan essen in Island, hier Veganes im Supermarkt, deutsche Nussmuse
vegan essen in Island, hier Veganes im Supermarkt, veganer Käse

Vegan Essen in Island– mein Fazit

Top Food Spot: Bike Cave

Alles in allem:
Vegan essen in Island klappt gut, aber ist nicht ganz günstig!

Insgesamt empfehle ich, wenn man etwas aufs Budget achten möchte, ein paar Dinge aus Deutschland mitzubringen, im Supermarkt einzukaufen und zuhause zu kochen. Wenn man sich dann auswärts was gönnen möchte, statt nur einen Snack eher richtig essen gehen. Da bekommt man mehr für sein Geld. 

Positiv zu vermerken ist, dass Isländer bekanntermaßen sehr gut Englisch sprechen, sodass bei der Verständigung über Lebensmittel und Zutaten kein Sprachproblem auftaucht. Außerdem ist den Isländern durchaus auch bekannt, was vegan bedeutet, wo das beispielsweise in Spanien etwas anders aussieht.

Bei meinem nächsten Besuch in Reykjavik würde ich auf jeden Fall vorbei schauen bei Gló. Von der Karte und den Fotos her ganz wunderbar einladend!

Aus der Kategorie „Fun Fact“:
Das traditionelle isländische Frühstück Havregröt ist vegan! Es ist vergleichbar mit Porridge. Unten zu sehen: Havregröt, das uns von der Gastgeberin unseres Airbnbs bei Vik zubereitet wurde. Dort wird „BnB“ (bed and breakfast) wörtlich genommen 😉

 

vegan essen in Island, hier Havregröt zubereitet von der Gastgeberin im Airbnb

 

Vegan Essen in Island – Reykjavik: Alles auf einer Karte

Spots mit veganem Essen habe ich mal wieder auf einer Karte eingetragen. Ihr könnt euch die Karte über den „Teilen“ Button einfach selbst zusenden und in eurem Google Accout öffnen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es weitere Restaurants und Imbisse mit veganen Gerichten gibt. Lasst es mich gerne wissen, wenn ihr weitere Spots gefunden habt.

Bei meiner Recherche fand ich den Mostlyamelies Blogeintrag zu Island sehr hilfreich, über sie habe ich den Großteil der Restauranttipps gefunden.

 

 

Eindrücke aus Island

… abseits des Essens.

 

unterwegs vegan Essen in Island Landschaft
unterwegs vegan Essen in Island Landschaft

Persönliche Island-Highlights

  • die Landschaft!
  • baden in heißen Quellen 
  • wenn du denkst, das Wetter wird echt doof und der Himmel dann doch ganz plötzlich aufreißt!
  • Wasserfälle!
  • Gletscherlagune Jökulsárlón mit Diamond Beach
  • trotz Schlechtwetter den Esja besteigen
  • Stadtführung in Reykjavik mit Free Walking Tour IS bei dem Guide Eyvindur

Ich habe es in anderen Reise-Beiträgen von mir schon gesagt, dass ich euch Free Walking Tours sehr ans Herz legen kann. Wir haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Dabei lernt man so viel über die Stadt und muss nicht mal zwangsläufig tief in die Tasche greifen. Im Vergleich zu den Standard-Führungen werden Free Walking Tours von Ortsansässigen, häufig Studenten, die gut Englisch sprechen, durchgeführt. Die Führungen sind kein reines Zitieren aus den Geschichtsbüchern, stattdessen werden historischen Daten in lockere Atmosphäre durch persönliche Storys und Empfehlungen gespickt, vermittelt. Die Bezahlung erfolgt nach eigenem Ermessen.

 

Auch nicht zu unterschätzen: Isländische Plakatwerbung, echt witzig und z.T. selbstironisch.

Wie immer so können wir auch in Island ein Airbnb als Unterkunft empfehlen, wenn man es gerne etwas persönlicher hat. Wir haben dieses Mal aber auch in Hostels übernachtet und waren sehr positiv von der Sauberkeit überrascht!

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Island ist ein wahnsinnig tolles Land! Schaut es euch unbedingt an!

Noch ein paar Fotos…

 

unterwegs vegan Essen in Island Landschaft

unterwegs vegan Essen in Island Landschaft

unterwegs vegan Essen in Island Landschaft
unterwegs vegan Essen in Island Landschaft

unterwegs vegan Essen in Island Landschaft
unterwegs vegan Essen in Island Landschaft

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