vegane Spagehetti Carbonara aus Zucchini

vegane Spaghetti Carbonara aus Zucchini

vegane Spagehetti Carbonara

aus Zucchini

vegane Spaghetti Carbonara aus Zucchini

 

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Spaghetti Carbonara gehört zu den beliebtesten italienischen Pasta-Gerichten und da Carbonara eines der Lieblingsgerichte meiner Kindheit war und ich auch heute nicht darauf verzichten möchte, darf ein entsprechendes Rezept auf meinem Blog nicht fehlen. Wenn du bislang auf der Suche nach dem perfekten veganen Carbonara Rezept warst, hast du es nun gefunden! *Eigenlob*

 

Die perfekte, vegane Carbonara Soße aus Zucchini?

Im Internet kursieren ja wirklich viele Varianten von veganer Carbonara. Die Soße wird aus Cashews oder Blumenkohl oder auch einfach nur mit Pflanzenmilch zubereitet. Meine Variante wirkt da wahrscheinlich sehr ungewöhnlich, denn die Soßen-Basis ist Zucchini. Ja, genau, dieses grüne, mit dem Kürbis verwandte Gemüse. Interessanter Ansatz, oder? Aber es funktioniert so gut! Versprochen!

 

Der Maßstab: Die Carbonara in der Kindheit

Damit du dich orientieren kannst, möchte ich vorab kurz sagen, woran sich das Carbonara-Gericht bei mir messen muss, sprich wie die Carbonara meiner Kindheit aussah. Denn die ist bei diesem veganen Rezept natürlich mein Vorbild.

Ich kenne Spaghetti Carbonara mit Sahne (viele Rezepte sind ohne Sahne) und viel Parmesan. Die Konsistenz war nicht komplett sämig, sondern ließ das in die Sahne gequirlte, gestockte Ei erkennen. Ach ja, Erbsen haben für mich übrigens absolut nichts in der Carbonara verloren! Statt Speck haben meine Eltern Schinken verwendet, weil Klein-Anne das lieber mochte.

Wichtig außerdem das Verhältnis von Soße und Spaghetti: Die Spaghetti schwimmen nicht in der Soße und werden noch in der Pfanne mit der Soße gemischt. Die richtige Soßen-Menge ist genau so viel wie an Nudeln hängen bleibt. Jeder Spaghetto ist also mit Soße überzogen.

Wenn das nach einer Carbonara klingt, die dir zusagen würde, dann bist du hier richtig.

 

vegane Spaghetti Carbonara in der Gusseiserner Pfanne

 
Mein veganes Carbonara Rezept

Wie bekomme ich nun also die beschriebene Soße hin? Wie gesagt, die Basis sind Zucchini. Diese werden geschält, da wir ja keine grüne Soße möchten. Dabei muss kein Müll entstehen, denn die Schalen können anderweitig verwendet werden (Suppe, gebratenes Gemüse,…).

In einer Pfanne wird die Zucchini angebraten und dann püriert. Für diese erwähnte, an gestocktes Ei erinnernde Konsistenz wird ein Teil der Soße nur leicht püriert.

Der Geschmack der Zucchini ist relativ neutral und erst die Gewürze sorgen für das Carbonara-Feeling. Dabei sind die wichtigsten Akteure Kala-Namak Salz und Hefeflocken. Als Schinken-/Speck-Ersatz dient Räuchertofu. Der ist nicht zwingend erforderlich. Ich finde aber schon, dass es das Gericht noch etwas näher ans Original rückt.

 

Warum ein nicht veganes Gericht nachahmen?

Nicht jeder kann nachvollziehen, warum man als Veganer ein nicht veganes Gericht nachahmen möchte. Darauf habe ich zwei Antworten, die für mich relevant sind.

  1. Ich habe mich nicht für eine vegane Ernährung entschieden, weil ich den Geschmack der tierischen Produkte und Lebensmittel nicht mochte, sondern v.a. aus ethischen Gründen. Es gibt viele Gerichte und Geschmäcke, die ich erst als Veganer für mich entdeckt habe und die meinen Speiseplan sehr bereichern, sodass nicht grundsätzlich die Notwendigkeit zum Nachahmen vorhanden ist. Viele Speisen aus der nicht-veganen Zeit waren aber wirklich lecker, sodass ich auch auf den Geschmack nicht verzichten möchte. Sicherlich schwingt auch ein emotionaler Faktor mit (Erinnerungen an das Essen aus der Kindheit).
  2. Ich bin ja auch nicht das Maß aller Dinge und auch der Blog soll über mich und meine Welt hinaus gehen. Daher ist der zweite für mich sehr wichtige Anlass, dass ich Nicht-Veganern möglicherweise aufzeigen kann, dass ihre liebsten nicht-veganen Gerichte auch vegan genauso lecker sind. Dann gäbe es ja keinen Grund mehr, das Orginal-Gericht zu kochen, sondern man könnte einfach auf das vegane Rezept zurückgreifen, oder?

 

vegane Carbonara mit Cashew Parmesan

 

Musik zum Rezept: Pearl Jam – Black

Passend zum Kindheitsrezept gibts Musik aus der Zeit meiner Kindheit mit dem ersten Album der Rock/Grunge Band Pearl Jam.

Klar, 1991 habe ich noch nicht bewusst Musik gehört und wenn, dann wäre es sicherlich kein Rock gewesen, sondern wahrscheinlich Roxette, die in diesem Jahr auch ein Hit-Album heraus gebracht haben.

Pearl Jam – Black

 

Rezept für vegane Carbonara aus Zucchini

2 Portionen – 20 min

 

Zutaten

Carbonara-Soße

  • 250 g Zucchini 1 mittelgroße
  • 1 Zwiebel (ca. 100 g)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL Zitronensaft
  • 4 EL Olivenöl
  • 100 ml Wasser
  • 100 g Räuchertofu
  • 1/4 TL Kala Namak Salz
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Speisestärke
  • 1/4 TL Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 30 g Cashew-Parmesan oder 2 EL Hefeflocken

 

Außerdem

  • 200 g Nudeln
  • Petersilie, gehackt

 

Zubereitung
  1. Zwiebel, Knoblauch und Zucchini schälen und würfeln. In einer Pfanne in ca. 1 EL Öl erhitzen und zunächst die Zwiebeln für ca. 2 Minuten anbraten, dann auch die Zucchini und den Knoblauch dazu geben und für 8-10 Minuten garen. Die Zucchini-Schale nicht wegwerfen, sondern anderweitig verwenden.
  2. Nudeln nach Packungsanleitung al dente kochen.
  3. Das Gemüse mit 100 ml Wasser, dem restlichen Öl, 3 EL Cashew-Parmesan oder Hefeflocken, Kala-Namak Salz, normalem Salz, Pfeffer und frisch gemahlener Muskatnuss in den Mixer geben.
  4. Nun ist die Pfanne wieder frei, sodass der Räuchertofu für ca. 5 min angebraten werden kann. Dafür den Räuchertofu würfeln. Die Pfanne sollte noch etwas ölig sein, das dürfte genug sein.
  5. Für die täuschende Carbonara-Optik zunächst nur für wenige Sekunden pürieren, sodass noch kleine Stücke vorhanden sind und ca. 5 EL aus dem Mixer abschöpfen und zur Seite stellen.
  6. Die restliche Soße durchpürieren, bis sie sämig ist.
  7. Die gekochten Nudeln zum Tofu in die Pfanne geben und die gesamte Soße darüber geben (auch die abgeschöpften 5 EL), durchmischen und ggf. nachwürzen.
  8. Die Pasta auf zwei Teller verteilen und mit gehackter Petersilie und Cashew-Parmesan bestreuen.

 

Tipp

Cashew-Parmesan besteht aus gemahlenen Cashews und Hefeflocken. Er kann noch mit Salz und Knoblauchpulver verfeinert werden. Einfach 25 g Cashews mit 2 EL Hefeflocken mit der Küchenmaschine mahlen und fertig.

 

veganer Parmesan aus Hefeflocken und Cashews

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