Veganer Festtagsbraten ohne Soja

Veganer Festtagsbraten aus Linsen, Nüssen und Pilzen, ohne Soja. Erinnert an einen Hackbraten.

Linsen-Nuss-Braten

 

Zum Weihnachtsfest, beim Familienbesuch oder am kommenden Sonntag möchtest du einfach mal wieder etwas Besonderes kochen, das ordentlich was her macht? Wie wäre es mit einem veganen Braten, der komplett ohne Ersatzprodukte wie Soja oder Seitan auskommt?

Dieser vegane Braten besteht hauptsächlich aus gesunden Hülsenfrüchten, Nüssen und Pilzen, hinzu kommen etwas Weißbrot und viele Gewürze. Alles zusammen ergibt ein Festtagsessen, das nicht versucht, wie Fleisch zu schmecken, sondern einfach für sich eine sehr leckere Würze hat.

Das Rezept schont außerdem den Geldbeutel: Die Kosten für den veganen Braten liegen bei etwa 12 Euro, wobei du mit dieser Portion 8-10 Leute satt bekommst. Da sage mal einer, vegan sei teuer 😉

Der Braten eignet sich auch deshalb perfekt, wenn du Besuch bekommst, weil du ihn gut vorbereiten kannst und der Ofen den Rest erledigt.

 

Zubereitung 

Der vegane Braten ist ähnlich einem Hackbraten, nur eben pflanzlichen Zutaten. Diese werden zu einem Brät verarbeitet, also zerkleinert und gemischt, werden dann ganz feste in eine Kastenform gedrückt und im Ofen gegart.

Für die Zubereitung brauchst du eine recht große Schüssel und eine etwa 15 x 10 x 30 große Kastenform. Eine Küchenmaschine bietet sich an, um die Zutaten zu zerkleinern, ist aber keine Pflicht.

Unbedingt beachten: Das Rezept ergibt eine große Menge, die 8-10 Personen satt macht. Entsprechend muss einiges an Gewürz ran, damit man auch etwas davon schmeckt. Also nicht zu schüchtern sein. Da sich im Ofen verliert sich ein wenig vom dem Geschmack wieder verliert, empfehle ich, etwas zu „überwürzen“. Dabei aber natürlich eigene Präferenzen berücksichtigen.

Empfehlungen zum veganen Braten und Alternativen

Rezept für den veganen Braten

Veganer Linsen-Nuss-Braten

Herzhafter veganer Weihnachts- oder Festtagsbraten aus Linsen, Nüssen und Pilzen, ohne Soja. Zubereitet im Ofen, preisgünstig, gut vorzubereiten und ergibt viele Portionen.
Kategorie: sojafrei, vegan
Portionen: 8 Portionen

Zutaten

  • 800 g grüne Linsen aus der Dosen/Glas
  • 1 Dose Kichererbsen 400 g Füllmenge
  • 250 g Champignons
  • 200 g Baguette
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 100 g Walnüsse
  • 100 g Haselnüsse
  • 4 EL Senf
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 EL Röstzwiebeln
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Pfeffer
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 2 EL Majoran
  • 2 EL Thymian
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 100 g Paniermehl
  • 2 EL Speisestärke

Zubereitung

  • Linsen und Kichererbsen in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen.
  • In der Zwischenzeit das Baguette in ca. 1 cm groß Würfel schneiden, die Champignons und Zwiebeln fein würfeln, die Nüsse hacken.
  • Linsen und Kichererbsen mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken oder in der Küchenmaschine verarbeiten und anschließend mit den Nüssen, Zwiebeln, Champignons und dem Baguette in eine große Schüssel geben.
  • Den Knoblauch dazu pressen, Tomatenmark, Senf, Paniermehl und Gewürze dazu geben und mit den Händen gut vermischen bzw. durchkneten. Die angestrebte Konsistenz ist in etwa die gleiche wie bei Bratlingen. Das Ganze sollte also nicht zu nass sein und gut zusammenkleben. Bei Bedarf nochmals etwas Paniermehl dazu geben.
  • Nun das Brät in eine große mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und richtig fest drücken.
  • Den Braten bei 175 °C für 50 - 60 Minuten in den Ofen backen. Zwischendrin mal rein schauen und prüfen, ob er schon recht dunkel wird, dann mit Alufolie abdecken. Anschließend etwas abkühlen lassen und auf ein Brett stürzen.
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9 Antworten

    1. Danke für das Feedback. Vielleicht sollte ich das ein bisschen nach unten korrigieren. Bin jemand, der gerne viel Salz mag. Am Ende ist es doch leicher, nochmal nach zu salzen, als es wieder zu neutralisieren.
      Ich hoffe, es war dadurch nicht komplett versalzen!

  1. Hallo, diesen Linsenbraten soll es bei uns zu Weihnachten geben. Wegen einer Gluten Allergie muß ich das Baguett austauschen. Was kann ich statt dessen nehmen?
    Herzlichen Gruß
    Irmel

    1. Hallo Irmel,
      freut mich, dass du den Braten zu Weihnachten kochen wirst! Ich hoffe, er schmeckt euch ganz wunderbar!

      Das Baguette dient in dem Braten vor allem als „Schwamm“, der etwas von der Flüssigkeit aufnimmt und sorgt außerdem für eine zwar stabile, aber etwas softere Konsistenz. Ich habe ihn leider selbst noch nie glutenfrei gemacht, würde das Baguette aber am ehesten durch Soja-Granulat ersetzen. Denn das hat, wenn es man aufgeweicht ist, eine ähnliche Konsistenz wie das aufgeweichte Baguette. Du wirst das Soja aber vor der Verarbeitung einweichen und dann wieder gut ausdrücken müssen. Das Gewicht würde ich aber nich 1:1 ersetzen. Da es dann trotzdem feuchter ist, als trockenes Baguette könntest du noch Reis- oder Sojaflocken (statt Haferflocken, weil nicht glutenfrei) hinzu geben.
      Also ich würde das so probieren. Ca. 120 g Soja (nach einweichen und ausdrücken, also wahrscheinlich so 60/70 g Trockengewicht) + 80 g glutenfreie Flocken.

      Die Konsistenz sollte, wenn du alles gut durchgeknetet hast, ähnlich der von Bratlingen sein. Also eine saftige Masse, die zusammenkleben möchte.

      Sag mir unbedingt Bescheid, wie du den Braten genau gemacht hast. Ich würde die glutenfreie Variante sehr gerne ins Rezept ergänzen! Über Fotos freue ich mich natürlich auch immer (gerne auf Facebook oder Instagram). Dann bleibt nur, einen guten Appetit zu wünschen!
      Liebe Grüße, Anne

  2. Liebe Anne, ganz herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich werde Deinen Rat befolgen u. Sojaschnetzel einweichen. Da nehm ich aber eher die mittleren Schnetzel? Ich glaube, im Naturkostladen habe ich glutenfreie Haferflocken gesehen.
    Jedenfalls bin ich auch sehr gespannt wie der Braten wird. In jedem Fall berichte ich. Foto wird schlecht gehen, Facebook,Instagram hab ich nicht.
    Freundlichen Gruß
    Irmel

    1. Ja genau, ich würde Schnetzel nehmen, die so um 1 cm groß sind. Das ist in etwas die Größe, in die ich sonst das Baguette schneiden würde.
      Gute Appetit schon mal!
      Liebe Grüße, Anne

  3. Habe den glutenfreien Braten im Ofen. Er riecht köstlich! Habe einfach glutenfreies Brot klein geschnitten und Paniermehl durch glutenfreie Haferflocken ersetzt. Außerdem musste ich Haselnüsse durch Mandeln ersetzen. Bin gespannt, wie er schmeckt.

    1. Hallo Tanja, danke für deinen Kommentar!
      Ich hoffe, du hattest ein schönes Weihnachtsfest und der Braten hat lecker geschmeckt.
      Liebe Grüße, Anne

  4. Huhu,
    ich mache den Braten nun schon seit drei Jahren. Immer zu Weihnachten und zu Ostern. Die Zwiebeln und die Champignons brate ich immer vorher an. Und bei den Nüssen variiere ich, meistens sind es Walnüsse und Cashews. Dieses Jahr probiere ich Mal Erdnüsse. Vielen lieben Dank für das tolle Rezept. Ist nun meine Weihnachtstradition und ich muss nicht mehr nur noch Rotkraut und Klöße mit Soße essen, sondern habe auch einen Braten dazu 😊 Frohe Weihnachten 🎅

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